Historisches aus der Region

Der 8. September 1936 in Frauenkirchen:

Ein Bericht im Pfarrboten für den Heideboden

                                                                                                        21.09.2017/F.S.

pfarrbote-1936-Titel Pfarrbote-Auszug

Das fürstliche Schloss in Frauenkirchen

Ab 1659 errichtete Fürst Paul Esterhazy in Frauenkirchen einen Meierhof mit einem grossen Herrenhaus, von den Hofleuten als Schloss bezeichnet. Das Schloss wurde Sitz der 1700 gegründeten Herrschaft Frauenkirchen und des einige Jahre später geschaffenenen Präfektorates Frauenkirchen. Dem Präfektorat Frauenkirchen waren die Herrschaften Frauenkirchen, Kapuvar, Kittsee, Deutschkreuz und Lackenbach sowie das Gut Csorna untergeordnet.

Nach dem 2. WK wurden der gesamte Meierhof mit dem Schloss von der Gemeinde Frauenkirchen erworben. Zunächst wurde 1951 die Jubiläumshauptschule errichtet, in den Jahren danach wurde im ehemaligen Meierhof ein Schulzentrum errichtet. Im alten Schloss ist ein Teil der Bundeshandelsakademie und – schule untergebracht. Jetzt befinden sich in den neu errichteten Gebäuden die Volksschule, die Neue Mittelschule, die Polytechnische Schule, das Sonderpädagogische Zentrum, die BHaK und BHaS sowie eine Krankenpflegeschule.                                                                           05/17, F.S.

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Innenhof des Meierhofes mit dem Schloss Frauenkirchen; Aufnahme um 1900

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Innenhof mit Schloss und Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, im Hintergrund ist der grosse Hofkasten (Schüttkasten) erkennbar

E-Werk einst und jetzt – Das Dieselkraftwerk Frauenkirchen

Mit Beginn des 1. Weltkrieges anno 1914 wurde in Frauenkirchen/Boldogasszony ein riesiges Kriegsgefangenenlager errichtet und für dessen Versorgung  am Ortsrand ein Dieselkraftwerk gebaut. Nach der Stilllegung des Lagers und dem Ende des 1. WK wurde eine 19 km lange 16-Kv-Leitung bis Neusiedl am See gebaut.

Am 11. Dezember 1922 explodierte das Frauenkirchner E-Werk, wobei der Motorwärter Kainz leicht und bei der Brandbekämpfung ein älterer Feuerwehrmann schwer verletzt worden war (Quelle: Bgld. Volksblatt vom 1.1.1923).

Das E-Werk wurde wieder aufgebaut und 1925 auf eine Leistung von 350 KW erweitert. In diesem Jahr wurde auch die Straßenbeleuchtung in Frauenkirchen installiert.

Bis 1959 war das Frauenkirchner E-Werk im Besitz der NEWAG (Niederösterreich), nach Gründung der BEWAG wurde es vom Burgenland übernommen. Die Gebäude befinden sich jetzt im Privatbesitz.

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Das alte E-Werk in Frauenkirchen in den 1950er-Jahren. Das Gebäude an der Kreuzung Podersdorferstraße – Neustiftstraße befindet sich noch dast im Originalzustand.

Ein Bild mit dem alten E-Werk im Hintergrund aus dem Jahre 1950. Im Bereich der Häuser mit der Gassenbezeichnung „Auf der Pächterwiesewar einst der Sportplatz – hier ein Turnfest der Volksschule Frauenkirchen.2017-05-4.KlVS1950-TurnfestIm Juni 1971 wird in Frauenkirchen für die Versorgung des Seeinkels ein Umspannwerk eröffnet.                                                                                                    04/17, F.S.

 

Ein Wallfahrtstag vergangener Jahrzehnte: Unzählige „Standl“ gab es an den Wallfahrtstagen in der Zwischenkriegszeit und bis in die 60er-Jahre des 20. Jh vor der Wallfahrtskirche „Maria auf der Heide“                                      14.04.2017, F.S.

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Am 15. August und am 8. September pilgern tausende Wallfahrer in das Marienheiligtum am Heideboden. Hier ein Bild aus dem Jahre 1955

Das Einzugsgebiet der Wallfahrtskirche Frauenkirchen in der Zwischenkriegszeit des vorherigen Jahrhunderts                                                               03/17, F.S.

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Auszug aus dem Buch: „Burgenland (1921 – 1938) – Ein deutsches Grenzland im Südosten. “ Herausgegeben von Fritz BODO, Österreichischer Landesverlag, Wien 1941

1685: Gürtelbruderschaft des heiligen Franziskus in Frauenkirchen

Mit der Ansiedlung der Franziskaner und der Errichtung des Klosters wurde auch die von Papst Sixtus V. gegründete Gürtelbruderschaft in Frauenkirchen eingerichtet. Bei den  Mitgliedern dieser Bruderschaft handelte es sich um Laien, die ständig einen geweihten Gürtel tragen und auch Opfer bringen mussten.

In den Jahren 1685 bis 1712 traten der Bruderschaft etwa 2000 Mitglieder bei. Alleine aus Frauenkirchen kamen fast 270 Mitglieder. Aus der nähreren Umgebung kamen die meisten Mitglieder aus Podersdorf, Mönchhof, Halbturn, Purbach und  Neusiedl am See. Aber auch aus fernen Ländern wie Sachsen, Böhmen, Schlesien, Hessen, Bayern, Rumänien, aus der Schweiz und anderen kamen Mitglieder. Über 200 Mitglieder kamen aus Wien, hunderte Mitglieder aus den verschiedensten Komitaten der einstigen Monarchie, so z.B. aus Esztergom, Moson, Mosonszolnok, Sopron, Komerom, Györ, jetzt Ungarn,  Tyrnau, Moravsky, Stupova, Rajka, oder  Pressburg, jetzt Slowakei.

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Die Daten wurden aus verschiedenen Büchern und der Dokumentation von Norbert Frank „Die Verbreitung der Wallfahrt nach Frauenkirchen an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert“, veröffentlicht in der Reihe Burgenländische Forschungen, entnommen           03/17. F.S.

Fronleichnamsprozession anno 1954 in Frauenkirchen

Fronleichnamsprozession in der heutigen Franziskanerstraße, damals Märzstraße (im Hintergrund das ehemalige KOLBERT-Möbelhaus, jetzt Franziskanerstraße 9. Privatarchiv F.Stadlmann

Fronleichnamsprozession in der heutigen Franziskanerstraße, damals Märzstraße (im Hintergrund das ehemalige KOLBERT-Möbelhaus, jetzt Franziskanerstraße 9).
Privatarchiv F.Stadlmann

Prozession in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts

Kirchenplatz in Frauenkirchen; rechts im Hintergrund ein Gastlokal am Areal des herrschaftlichen Meierhofes (jetzt etwa auf Höhe der Bäckerei Goldenisch)

Kirchenplatz in Frauenkirchen; rechts im Hintergrund ein Gastlokal am Areal des herrschaftlichen Meierhofes (jetzt etwa auf Höhe der Bäckerei Goldenitsch) – aus dem Privatarchiv F. Stadlmann

August 1927: Am Kriegsgefangenenfriedhof Frauenkirchen, dem sogenannten Serbenfriedhof, wird an der italienischen Kapelle ein Gendektafel enhüllt.

Enthüllung der Gedenktafel, Privatarchiv F.Stadlmann

Enthüllung der Gedenktafel mit Polit- und Militärprominenz sowie zahlreichen (teilweise noch namentlich bekannten) Bürgern von Frauenkirchen – Privatarchiv F. Stadlmann

15.August 1961 – „Grosser Frauentag“

Betende Frauen am Kalvarienberg

Betende Frauen am Kalvarienberg (Foto Josef Samuel, Wien)

Patrozinium am 8. Sept. 1960 – „Kleiner Frauentag“

Patrozinium am 8. Sept. 1960

8. Sept. 1960, 05.00 Uhr – Patrozinium, Prozession zur Mariensäule in der Franziskanerstraße, damals Märzstraße (Foto Josef Samuel, Wien)

Andenkenbild um 1905

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Aus dem Privatarchiv F. Stadlmann

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