29.01.2015: Pilgertreffen in Ungarn

Am 29.Jänner fand im ungarischen Fertöhomok ein Pilgertreffen des Vereines Weltkulturerbe Fertö-Neusiedlersee statt, wozu auch Vertreter des Burgenländischen Jakobsweges und der Freunde der Basilika Frauenkirchen eingeladen waren.

Wir (Franz Renghofer, Jakobswege Österreich und Franz Stadlmann, Verein der Freunde der Basilika Frauenkirchen) trafen um 17.45 Uhr fast gleichzeitig mit über 50 ungarischen Pilgern in der Kirche in Fertöhomok ein, wo bereits zahlreiche Gläubige anwesend waren.

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Ab 18.00 Uhr feierte der Pfarrer von Hegykő, Fertőhomok und Hidegség, Dr. Ferenc Reisner, einen festlichen Gottesdienst, in dem Fürbitten in ungarischer und deutscher Sprache gesprochen wurden. CAM00571Die Fürbitten: Könyörgések zarándok találkozóra – 2015.01.29. Fertőhomok

  1. Mennyei Atyánk, köszönjük, hogy zarándokútra hívsz minket, s az út során az általad teremtett természetben-, emberi találkozásainkon keresztül kerülünk hozzád és önmagunkhoz is közelebb.
  2. Mennyei Atyánk, add, hogy zarándoklataink ne legyenek öncélúak, pontosan lássuk az élethelyzetünk prioritásait, akkor kelljünk útra, ha az időt nem szeretteinktől, családunktól vesszük el.
  3. Mennyei Atyánk, köszönjük, hogy a Fertő-tájon ilyen sok közösséget hívtál meg zarándoklatra és a Mária út nálunk is otthonra talált. Adj elhivatott önkénteseket az út karbantartásához és az úton levők befogadásához.
  4. Mennyei Atyánk, köszönjük a mai összejövetelt, hogy itt vagy velünk, hogy örülhetünk egymásnak viszontlátásának, felidézhetjük közös élményeinket és tervezhetjük újabb útjainkat.
  5. Mennyei atyánk, add, hogy hétköznapjainkban a zarándoklataink boldogságát sugározhassuk környezetünkben.
  6. Allmächtiger Gott, wir bedanken uns für unsere burgenländischen Freunde im Seewinkel und am Neusiedler See. Segne unsere grenzüberschreitende Kooperationen und Pilgerwanderungen was unsere gemeinsame Europa auch stärkt.

    Anschließend gingen die Pilger in das knapp 1 km entfernte und erst im Mai 2014 eröffnete SB-Restaurant St. Anna in Fertőhomok, wo die Teilnehmer nach dem offiziellen Teil eine reichhaltige Agape erwartete.

    Im Restaurant wurden die Pilger vom Sekretär des Weltkulturerbevereines Fertö-Neusiedlersee, Tamas Taschner, herzlichst begrüßt.

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Nach der Begrüßung berichtete Marika Kelemen beeindruckend über ihre Erlebnisse bei ihrer Pilgerung am Marienweg vom rumänischen Csíksomlyó bis Mariazell – 1400 km und 60 Tage sowie über die Pilgerveranstaltung „1Úton” (Auf einem Weg) von Sarród und aus Baumgarten (über Sopron) nach Kópháza mit rund 200 Teilnehmern,

weiters berichteten Mihály und Marika Nyikos von ihrem Mariazell-Wochende, das sie als Hauptpreis bei einem Preisausschreiben vom TV Mariazeller Land gewonnen hatten.

András Vissi, Tamás Taschner, Franz Renghofer und Franz Stadlmann berichteten über die Aktivitäten ihrer Organisationen.P1110042bv.l.: Tamás Taschner, VzPräs. Ferenc Ivanics,  Franz Stadlmann, András Vissi und Franz Renghofer 

Vor der Agape zeichneten der Komitatsvizepräsident und Vorsitzende des Rats für das Welterbe Ferto-Gebiet IVANICS FERENC, gemeinsam mit dem Projektleiter des Pilgerwegeprogrammes, DI András Vissi und Tamas Taschner, „Pilgerfreundliche Gastronomiebetriebe“ entlang des Marienweges am Neusiedlersee aus.
Wir freuen uns auf die Sternwallfahrt am 28.März 2015 nach Frauenkirchen/Boldogasszony!!

 

Das Anhaltelager Frauenkirchen

Vortragsabend am 27.Jänner in Frauenkirchen:

Die Burgenländische Forschungsgesellschaft veranstaltete in Kooperation mit dem  Verein “Initiative Erinnern Frauenkirchen”, in dem auch einige unserer Mitglieder aktiv mitarbeiten, in der Aula der NMS Frauenkirchen einen Vortragsabend mit dem  Frauenkirchner Historiker Mag. Matthias Lidy. 

Mag. LIDY stellte seine Diplomarbeit zum Thema “Das Anhaltelager Frauenkirchen in seiner Rolle für die nationalsozialistische Machtübernahme im Bezirk Neusiedl am See” vor. Rund 230 Zuhörer folgten gespannt seinen Ausführungen über den Beginn der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Frauenkirchen und in der gesamten Region. Rund 400 Personen, vorwiegend Juden und Nazigegner aus dem gesamtem Bezirk waren im Anhaltelager des ehemaligen Meierhofes und esterhazyschen Schlosses in Frauenkirchen eingesperrt und wurden hier misshandelt.

Einführend Worte sprachen Alfred Lang von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft und der Historiker Herbert Brettl. Texte aus Polizei-protokollen und Interviews wurden von Mag. Michael Hess vorgetragen.

Der ORF berichtete ausführlich (auch in einem Live-Einstieg in Burgenland-Heute) über die Präsentation der Diplomarbeit.CAM00555CAM00556CAM00559