Dr. Herbert BRETTL: Kriegsalltag im 1. Weltkrieg

14.März 2014: Einen hoch interessanten Vortragsabend gestalteten die „Freunde der Basilika Frauenkirchen“ in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Refektorium des Franziskanerklosters Frauenkirchen. Dr. Reinhard Bruck konnte den weit über die Grenzen hinaus bekannten Historiker Herbert Brettl, Bgm. Ziniel, den Guardian des Klosters, Bruder Elias und über 120 Gäste begrüßen. 

Mag. Dr. Herbert Brettl präsentierte in einem ausgezeichneten und verständlich gestalteten Vortrag das Leben und den Kriegsalltag in unserer Region. An Hand von zahlreichen Fotos, Aufzeichnungen und Berichten aus der Zeit des 1.Weltkrieges skizzierte Dr. Brettl das Leben im Bezirk. Er berichtete über die im Burgenland befindlichen Internierungslager, den Ausbruch von Seuchen und das damit verbundene Sterben tausender Gefangener. Dr. Brettl streifte auch das Kriegsgefangenenlager Frauenkirchen und den Einfluss der über 1000 Bewacher und zehntausender Gefangener auf den Ort und das Umland. IMG_5725

Obmann Stadlmann und ObmStv. Dr. Bruck dankten Dr. Brettl (Bildmitte) für den excellenten Vortrag. Bei einem Glas Wein gab es nach dem Ende der Veranstaltung noch viel zu diskutieren.

Herbert Brettl beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte des Burgenlandes, insbesonders des Bezirkes Neusiedl am See und forscht intensiv in zahlreichen Archiven. In seinen Büchern beschreibt er eindrucksvoll das Leben auf den Gutshöfen im Bezirk, den Nationalsozialismus im Burgenland, die Judengemeinde Frauenkirchen und vieles mehr.

Im Herbst 2014 plant Dr. Brettl die Präsentation eines neuen und noch in Arbeit befindlichen Buches über das Kriegsgefangenenlager Boldogasszony/Frauenkirchen und den Kriegsgefangenenfriedhof Frauenkirchen.

F.Stadlmann

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